Jutta Eberle

Lebensberatung, Karten und Hypnose

Jutta Eberle

Lebensberatung

Räuchern


Das Räuchern ist wohl der Urvater der Aromatherapie. Durch das Räuchern von Kräutern werden im Haus Aromen freigesetzt, die uns helfen sollen uns wohl zu fühlen. Das Räuchern wurde bereits von Indianern in den Schwitzhütten oder am Lagerfeuer praktiziert. In unseren Breitenkreisen ist das Räuchern auch nichts Neues. Denn zur Jahreswende gab es im Christentum auch die Sitte die eigenen vier Wände von bösen Geistern auszuräuchern. Es gibt unterschiedliches Räucherwerk zu verschiedenen Zwecken. So heißt es, dass man durch das Räuchern die Schwingungsfrequenz beeinflussen oder das Bewusstsein erweitern kann. Zu jedem möglichen Zweck gibt es die unterschiedlichsten Pflanzen und Räucherwerke. Beim Räuchern wird spezielle, selbstentzündende Räucherkohle, welche in einer mit Sand gefüllten Schale liegt, verwendet. Wenn die Kohle anfängt zu glühen werden Kräuter draufgestreut, welche anfangen zu räuchern. Wem diese Möglichkeit des Räucherns zu viel Rauch erzeugt, kann auch ein Stövchen benutzen, welches mit Teelicht und Sieb funktioniert. So hat man viel Aroma und wenig Rauch. Ganz bekannt sind beim Räuchern die Räucherstäbchen. Räucherstäbchen haben jedoch kaum Wirkungen. Sie dienen hauptsächlich dem Verstäuben von Düften in der Wohnung. Wer ernsthaft mit den Pflanzen arbeiten möchte greift auf naturbelassene Pflanzenstoffe zurück.

 

Klänge sind ein wichtiger Bestandteil des Räucherrituals. Klangschalen, Zimbeln, Gong und Glocke werden seit jeher von Schamanen und buddhistischen Mönchen zu rituellen und religiösen Zwecken eingesetzt.

 

All diese Instrumente eignen sich, um Anfang und Ende bzw. bestimmte Abschnitte unserer Räucherzeremonie einzuläuten und zu beenden. Auch während des Räucherns kann man Klänge benutzen, um die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zu erhöhen. Gerade bei Gebet und Meditation bringt uns der klare und durchdringende Ton einer Klangschale oder der Zimbeln augenblicklich in die Gegenwart zurück, wenn unsere Gedanken auf Wanderschaft gegangen sind. Auch wenn wir in der Räucherung ein bestimmtes Thema vertiefen oder Antwort auf eine Frage bekommen möchten, setzen Töne effektvolle Impulse, loszulassen, zu entspannen und tiefer zu gehen als unser Verstand es vermag. Die intensiven und durchdringenden Schwingungen der angeschlagenen Töne wirken nicht nur auf unseren Geist, sondern die Klangwellen sind manchmal sogar körperlich spürbar – und regen uns so in unserer Gesamtheit zu aufmerksamer Stille an, aus der manche Antworten wie von selbst aufsteigen können.

 

Heute wie damals ist einer der Hauptgründe für das Räuchern wie oben erwähnt die atmosphärische Reinigung von Haus, Wohnung und Garten. Sehr gut ist eine Reinigungsräucherungen für Räume, in denen viel gestritten wird (Kanzleien,…), Räume, wo sich ständig verschiedene Menschen aufhalten (Geschäfte, Praxen, Warteräume, Seminarräume, …) und natürlich für Wohnungen und Häuser, in die man neu einzieht. Es empfiehlt sich, eine Reinigungsräucherung 1 – 2 x im Jahr durchzuführen, wobei man immer ein Fenster oder eine Türe offen lässt, denn alles was fliehen will, soll auch fliehen können.

 

Darüber hinaus wird geräuchert, um sich zu entspannen, zu erholen. Ein Räucherritual nach einem stressigen Arbeitstag ist eine wahre Wohltat und erleichtert es einem, wieder zu sich zu finden und Ausgeglichenheit zu erlangen. Viele Räucherliebhaber wenden Räucherstoffe speziell zu jahreszeitlichen Festen, zur Meditation, zum Gebet für erotische Situationen an. Probieren Sie auch mit Ihren Kindern ein Räucherritual – Sie werden überrascht sein, wie viel Freude sie alle daran finden.

 

Passt das Räuchern überhaupt noch in unseren von Leistungsdenken und Zeitmangel geprägten “modernen Alltag”? Diese Frage beantworten immer mehr Menschen mit einem klaren Ja und entdecken das Räuchern als einen Weg, um Entspannung und Ruhe zu finden.

 

Das Verglühen von duftendem Räucherwerk ist eine sehr gute Gelegenheit, eine kleine Auszeit vom Alltag zu nehmen und die Seele baumeln zu lassen. Schon die Vorbereitungen zum Räuchern, das Bereitstellen der erforderlichen Utensilien und die Wahl des Räucherwerkes, haben einen zeremoniellen Charakter. Der Duft, der sich alsbald im Raum verbreitet, wirkt je nach Art des aufgelegten Räucherwerkes entspannend, inspirierend, harmonisierend, reinigend oder anregend. Mit dem nach oben steigenden Rauch verschwinden auch unangenehme Gerüche und Gedanken; es stellt sich eine positive Stimmung ein.

 

Im Laufe der Zeit nehmen unsere Wohnräume unsere gesamten Schwingungen, Energien und Emotionen auf, gute als auch schlechte. Freude, Lachen, Trauer, Schmerz und Frust, aber auch Ängste. Diese bleiben auch über Generationen hinweg in unseren Räumen haften und verändern unsere Stimmung und unsere Energien. Es ist egal wie viele Seelen bereits in diesen Räumen gelebt haben. Es herrscht im wahrsten Sinne des Wortes „dicke Luft“.

 

Oft fühlen wir uns in unseren eigenen Räumen, manchmal auch in unserer eigenen Haut nicht wohl und wissen nicht warum.

 

Jedes Mal, wenn wir unsere „heiligen Hallen“ verlassen, bringen wir erneut die verschiedensten Energien mit zurück. Und davon bleibt einiges in unseren Räumen haften.

 

Es bleibt also bei uns.